Samstag, 21. Mai 2011

3 aktive Tage

So, hier bin ich wieder, nachdem ich die letzten paar Tage ständig unterwegs war. Am Mittwoch war ich mit ein paar Russen und Franzosen im Kino, in einem französischen Film namens Ces amours-là (sehr empfehlenswert). Zum Russischsprechen bin ich leider nicht gekommen vor lauter Sprachenmix in meinem Kopf, aber immerhin konnte ich mal wieder mein Französisch einölen (die Russen lernen alle Französisch...). Daraufhin viel zu spät in Bett und am nächsten eine ordentliche Portion Uni. Danach sind Emma einen Kaffee trinken gegangen, wobei uns aufgefallen ist, dass wir das genau vor einer Woche das letzte Mal gemacht haben und es seitdem nur regnerisch und kalt war. So haben wir bei superleckeren Waffeln die Schicki-Micki-Russinnen begutachtet, die dort zuhauf an einem vorbeistiefeln.

Dieser Tag scheint übrigens der nationale Anstarrtag gewesen zu sein. Schon morgens in der Metro wurden wir von 3(!!) Typen unabhängig voneinander während der ganzen Fahrt angestarrt. Später, als wir in der Sonne saßen, wurden wir die ganze Zeit von dem Typen gegenüber fixiert, der dann ganz "unauffällig" auch noch ein Foto machen wollte. Als sich dann 2 Minuten später noch 2 Typen vor uns aufbauten und uns blöd angequatscht haben, haben wir erstmal das weite gesucht, nur um dann später, als wir an der Metro auf die anderen gewartet haben, genau das gleiche Spiel nochmal mitzumachen.

Als wir dann aber sicher und wohlbehalten in der Rock'n'Roll Bar angekommen waren, gings dann aber wieder bergauf. Insgesamt waren wir zeitweise bis zu 15 Leute auf einem Haufen, und das gut gemischt (sogar einen Australier konnten wir auftreiben ^^). Jo, und wie das mit der Moscow Time so ist, merkt man plötzlich dass es draußen schon hell wird und man sich vielleicht langsam auf den Heimweg machen sollte (allerdings wirds hier auch um 4 schon hell... Immerhin wissen wir jetzt, wie hier die Hauptverkehrsstraßen geteert werden: einfach mitten in der Nacht und wöllig ohne Absperrungen oder sowas albernes, man muss halt selber schauen wo man hinfährt.

Heute bin ich dann heldenhaft früh aufgestanden, um meinen Hausaufgabenberg zumindest ein bisschen abzutragen. Wie sich herausstellte, haben in der Nacht alle ein bisschen Bäumchen wechsel dich gespielt, was die Schlafplätze anging. Albina schlief planmäßig bei George/Margit in der Wohnung (aber in Maximes Bett^^), dafür dachte Margit, es wäre doch eine gute Idee, in Albinas Bett im Campus zu übernachten (was angesichts der Entfernung eine ziemlich bescheuerte Idee ist). Dafür fanden Margits Mitbewohner unerwartete Menschen in ihren Betten. Highlight: George, der morgens die Augen aufschlägt und einen anderen Kerl (Marco) neben sich liegen hat.

Margit und ich sind dann mindestens genauso heldenhaft in die Uni zu unserer einen Russischstunde, was wir aber schon fast wieder bereut haben, da wir ewig im Stau standen. So lange, dass Margit schnell in einen Laden springen konnte und etwas zu trinken besorgen (heute war es ekelhaft heiß). Als Ausgleich zu unserer verkürzten Stunde sind wir dann noch für die Fortgeschrittenenklasse geblieben (haben aber nur kleine Teile verstanden, aber der gute Wille zählt). Danach sind  wir noch was kleines Essen gegangen und dann ging es wieder auf die lange und beschwerliche Heimreise (in heiß und schwül ist der Bus fast genauso unerträglich wie in eiskalt.

So, das wars, jetzt mach ich mich wieder an meine Hausaufgaben (eigentlich wollte ich mich nämlich nur von denen ablenken ^^) Ich wünsche euch allen schonmal ein schönes Wochenende.

Dienstag, 17. Mai 2011

Herzen in Bäumen

Heute beschlossen Emma und ich, nach der Uni noch ein bisschen Kultur zu machen, weil ja nicht mehr besonders viel Zeit bleibt. So machten wir uns auf zur Tretjakovskaya Galerie, einem recht bekannten Kunstmuseum.

Nun ja, was soll ich sagen, wir waren zu blöd den richtigen Eingang zu finden und sind stattdessen in einer anderen Ausstellung gelandet. Das ist uns aber erst aufgefallen, als wir wieder rausgekommen sind. Wir haben uns nur ein bisschen gewundert, dass die Ausstellung so klein war und nur Werke von 2 Künstlern vertreten, Alexey und Sergey Tkachev.

Zuerst aber hatten wir am Eingang noch ein Erlebnis der besonderen Art: Wir haben auf der Preisliste geschaut, wieviel der Eintritt kostet. Dort stand 220 Rubel. Als wir jedoch unsere Studentenausweise vorzeigten und bezahlen wollten, bekamen wir Karten für 70 Rubel. Ein weiterer Blick auf die Liste verriet uns, dass weiter unten nochmal "Studenten" stand. Tatsächlich ist es hier immer mal wieder so, dass russische Studenten andere Preise bekommen als ausländische Studenten. Nun ja, warum auch nicht. Als wir dann hineingehen wollten und unsere Karten vorzeigten, fragte uns die Dame plötzlich ganz vorwurfsvoll, wieso wir denn ein 70-Rubel-Ticket haben, die wären doch nur für russische Studenten. Es ist wohl völlig unbegreiflich, dass russische Studenten andere Sprachen als Russisch sprechen. Mit einem ebenso vorwurfsvollen "DA!" griffen wir schon nach unseren Ausweisen, die wollte sie dann aber doch nicht sehen.

Nach unserem Kurzbesuch im Museum machten wir uns auf in Richtung Kreml, den wir schon über den Bäumen sehen konnten. Da die Galerie auf der anderen Seite des Flusses liegt, kamen wir zwangsweise über eine Brücke. Und dort sahen wir das:









Wir sind einfach mal davon ausgegangen, dass es sich dabei um Hochzeitspaare handelt, da die Schlösser immer mit einem Datum versehen sind. Wir fandens cool. Und haben uns gefragt, wo man wohl herzförmige Vorhängeschlösser findet.

Und hier zum Abschluss noch eine kleine Schlechtwetterimpression:

Sonntag, 15. Mai 2011

Oh wie süüüüüß!!

Hallo zusammen,

leider passiert im Moment nicht besonders viel, weil wir uns gerade im Endspurt des Semesters befinden und gefühlte 100 000 Arbeiten schreiben müssen.
Damit ihr aber nicht ganz auf dem trockenen sitzt, hier ein paar nette Bilder zur Unterhaltung. Zu sehen ist die Katze unserer Nachbarin, die sie an Ostern geschenkt bekommen hat und in die wir uns alle verliebt haben.







Eine hinduistische Kirchengruppe, die neue Anhänger sucht.
Haha, Emma dachte sie bestellt Limonade, hat aber doch nur Zitronensaft bekommen (das kleine Glas)