Mittwoch, 23. März 2011

Frühling in Moskau

Heute hat der Frühling in Moskau so richtig angefangen. Das sieht dann ungefähr so aus:

Richtig gemütlich also.

Außerdem habe ich heute erfahren, dass Emma und ich ziemliches Glück hatten. Nach dem Essen wollte Emma noch ein bisschen bleiben, ich aber nach Hause. Schließlich sind wir dann gleich gegangen. Heute habe ich Varya im Bus getroffen (die Frau von Andreij), die sich die ganze Zeit ein Taschentuch an die Nase gehalten hat. Sie hat mir erzählt, dass sie gestern abend so gegen 10 (also kurz nach uns) mit dem Bus nach Hause gefahren ist. Der Busfahrer ist wohl kurz eingeschlafen und hat einer Straßengabelung frontal eine halbhohe Zementmauer gerammt. Varya hatte noch Glück im Unglück, weil sie sich nur an der Nase verletzt hat. Sie ist nicht mal gebrochen, sondern nur Adern in der Nase verletzt, sodass es ab und zu noch blutet und sie nicht richtig atmen kann. Andere waren weniger gut dran. Der Busfahrer war eingeklemmt und hat sich beide Beine gebrochen, und auch andere Passagiere waren wohl schwer verletzt.

Varya hat mir auch erzählt, dass die Busfahrer den ganzen Tag fahren, also von ca. 5 Uhr frühs bis abends um 11 oder so. Das ist schon krass, das ist doppelt so lang, wie man in Deutschland fahren darf. Kein Wunder, dass er da am Steuer einschläft. Ich hab bis jetzt noch nie so genau drüber nachgedacht, wann die Schichtwechsel haben. Aber anscheinend ist es tatsächlich so, dass jeder Fahrer seinen eigenen Bus hat und damit den ganzen Tag hin und her fährt. Da kann man sich eigentlich nur wundern, dass nicht viel öfter was passiert.

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