Einkaufen ist hier ja schon so ein Erlebnis. Bis auf einen winzigen Laden hier in der Nähe, der auch noch recht teuer ist, müssen wir ja überall mit dem Bus hin. In der Nähre unserer Bushaltestelle in der Stadt gibt es einen größeren Supermarkt, den wir auch am öftesten Nutzen. Aber am besten und am billigsten kauft man hier bei Ашан ein, ein Ableger der französischen Kette Auchan. Dort war ich dann gestern auch zum ersten Mal, zusammen mit meiner Zimmergenossin Emma.
Einkaufen bei Auchan bedeutet aber erst mal ein Stück mit dem Bus fahren, dann 15 Minuten durch eisigen Wind und Schnee laufen (und dabei MKAD überqueren, die Moskauer Ringautobahn). Belohnt wird diese Mühe jedoch durch ein riesiges Einkaufszentrum, in dem es nicht nur den Supermarkt gibt sondern auch so ziemlich alles andere was man so brauchen könnte wie Restaurants, Schuh- und Kleiderläden. Also nicht, dass man dafür noch extra andere Läden bräuchte, im Auchan selber gibt es nämlich auch schon eigentlich alles. Also wirklich alles.
Von Büchern über Geschirr zu Teppichen, Baumarktartikeln, Schuhen, Kleidern, Schlittschuhen, Spielen, Schreibwaren, Computer, Waschmaschinen...ach ja, Lebensmittel gibt es natürlich auch.
Die sind zwar etwas seltsam sortiert (im Regal "schweizerische und österreichiche Küche" haben wir indische Gewürzmischungen einer schwedischen Firma gefunden), aber man bekommt schon fast alles was man sich wünscht (und einiges was man sich nie vorstellen konnte, wie zB Kaviarchips...die wurden natürlich gleich zu Testzwecken mitgenommen, genauso wie Essiggurke und Dill, Frühlingszwiebel (ich) und Pilze mit Sauerrahm, Krabbe (Emma), Von dem Ergebnis dieses Experiment werde ich natürlich berichten).
Man beginnt auch, international Marken mit englischer Beschriftung (wie sonst hätte ich einen Schaumfestiger finden sollen??) und aussagekräftige Bilder auf Verpackungen zu schätzen zu wissen (von der grinsenden Kuh bis zu den Pilzen hilft einem alles weiter, va wenn man das Wörterbuch vergessen hat). Außerdem lernt man, dass man über den Inhalt von weißen Döschen aus dem Molkereiregal Aufschluss erhält, wenn man die Aufschrift mit Chipspackungen abgleicht (Schluss: Сметана bedeutet Sauerrahm. Ob das wohl was mit dem Herrn Smetana zu tun hat?).
Es ist schon spannend, den Russen beim samstäglichen Wocheneinkauf zuzusehen. Sie lassen ihre Wägen mitten im Gang stehen, wo sich manchmal echte Wagenburgen gebildet haben. Blöd nur, wenn man selbst in einer landet. Ich hab auch noch nie so viele Staus in einem Laden gesehen, da war teilweise fast kein Durchkommen mehr. Naja, das ist halt im Supermarkt nicht anders als im Rest der Stadt.
Nachdem wir dann alles Lebensnotwendige zusammengesucht hatten, gings ans bezahlen. Dort erwies sich mal wieder, dass der Russe an sich sich von nichts aus der Ruhe bringen lässt, von langen Warteschlangen schon gar nicht. In einer Situation, in der ein Aldiverkäufer vor lauter Hektik schon einen Knoten in den Armen und einen Herzinfarkt hätte, unterhält sich der russische Verkäufer in Ruhe mit dem Kunden, packt ihm die Einkäufe säuberlich nach Themen sortiert in 1000 kleine Plastiktütchen, die von einem Laufband automatisch aufgespannt werden (super das Teil, hab leider kein Foto davon) und wartet in aller Ruhe, bis der ältere Herr sein Geld zusammen hat und packt auch danach erst mal einen Stapel zusammengeklebter Tüchen vom erwähnten Laufband weg, bevor der nächste drankommt. Auch mir hat er die Story vom Pferd erzählt, bis ich ihm gesagt hab, dass ich kein Russisch kann (diesen Satz kann ich schon ziemlich gut ^^). Daraufhin hat er mich zwar gefragt, ob ich Englisch kann, aber mehr hat er sich anscheinend nicht zugetraut.
So stiefelten wir dann vollgepackt mit tollen Sachen die das Leben schöner machen zurück zum Bus (Meine Arme sind jetzt mindestens doppelt so lang wie vorher), der zum Glück gleich kam, es war nämlich immernoch ekelhaft kalt. Zu Hause gabs dann erstmal ein Notfallsandwich, um wieder zu Kräften zu kommen nach dem 3-stündigen Trip, bevor wir uns ans Kochen machten. Ich muss schon sagen, so ein Schwedisches Hühner-Gemüse-Curry ist schon was feines :-)
Eigentlich wollte ich ja Abends noch weggehen, aber anscheinend hat es Emma die Bazillenschleuder jetzt endlich geschafft, mich auch anzustecken, so dass mich meine beginnende Erkältung wieder davon abgehalten hat, mich in der Weltgeschichte rumzutreiben. Mist aber auch, aber ich geh dann lieber wieder wenn es etwas wärmer ist. Ist gesünder.
Meine Kameratasche ist übrigens doch wieder aufgetaucht, ich hab wohl nicht richtig geschaut.
Einkaufen bei Auchan bedeutet aber erst mal ein Stück mit dem Bus fahren, dann 15 Minuten durch eisigen Wind und Schnee laufen (und dabei MKAD überqueren, die Moskauer Ringautobahn). Belohnt wird diese Mühe jedoch durch ein riesiges Einkaufszentrum, in dem es nicht nur den Supermarkt gibt sondern auch so ziemlich alles andere was man so brauchen könnte wie Restaurants, Schuh- und Kleiderläden. Also nicht, dass man dafür noch extra andere Läden bräuchte, im Auchan selber gibt es nämlich auch schon eigentlich alles. Also wirklich alles.
Von Büchern über Geschirr zu Teppichen, Baumarktartikeln, Schuhen, Kleidern, Schlittschuhen, Spielen, Schreibwaren, Computer, Waschmaschinen...ach ja, Lebensmittel gibt es natürlich auch.
Die sind zwar etwas seltsam sortiert (im Regal "schweizerische und österreichiche Küche" haben wir indische Gewürzmischungen einer schwedischen Firma gefunden), aber man bekommt schon fast alles was man sich wünscht (und einiges was man sich nie vorstellen konnte, wie zB Kaviarchips...die wurden natürlich gleich zu Testzwecken mitgenommen, genauso wie Essiggurke und Dill, Frühlingszwiebel (ich) und Pilze mit Sauerrahm, Krabbe (Emma), Von dem Ergebnis dieses Experiment werde ich natürlich berichten).
Man beginnt auch, international Marken mit englischer Beschriftung (wie sonst hätte ich einen Schaumfestiger finden sollen??) und aussagekräftige Bilder auf Verpackungen zu schätzen zu wissen (von der grinsenden Kuh bis zu den Pilzen hilft einem alles weiter, va wenn man das Wörterbuch vergessen hat). Außerdem lernt man, dass man über den Inhalt von weißen Döschen aus dem Molkereiregal Aufschluss erhält, wenn man die Aufschrift mit Chipspackungen abgleicht (Schluss: Сметана bedeutet Sauerrahm. Ob das wohl was mit dem Herrn Smetana zu tun hat?).
Es ist schon spannend, den Russen beim samstäglichen Wocheneinkauf zuzusehen. Sie lassen ihre Wägen mitten im Gang stehen, wo sich manchmal echte Wagenburgen gebildet haben. Blöd nur, wenn man selbst in einer landet. Ich hab auch noch nie so viele Staus in einem Laden gesehen, da war teilweise fast kein Durchkommen mehr. Naja, das ist halt im Supermarkt nicht anders als im Rest der Stadt.
Nachdem wir dann alles Lebensnotwendige zusammengesucht hatten, gings ans bezahlen. Dort erwies sich mal wieder, dass der Russe an sich sich von nichts aus der Ruhe bringen lässt, von langen Warteschlangen schon gar nicht. In einer Situation, in der ein Aldiverkäufer vor lauter Hektik schon einen Knoten in den Armen und einen Herzinfarkt hätte, unterhält sich der russische Verkäufer in Ruhe mit dem Kunden, packt ihm die Einkäufe säuberlich nach Themen sortiert in 1000 kleine Plastiktütchen, die von einem Laufband automatisch aufgespannt werden (super das Teil, hab leider kein Foto davon) und wartet in aller Ruhe, bis der ältere Herr sein Geld zusammen hat und packt auch danach erst mal einen Stapel zusammengeklebter Tüchen vom erwähnten Laufband weg, bevor der nächste drankommt. Auch mir hat er die Story vom Pferd erzählt, bis ich ihm gesagt hab, dass ich kein Russisch kann (diesen Satz kann ich schon ziemlich gut ^^). Daraufhin hat er mich zwar gefragt, ob ich Englisch kann, aber mehr hat er sich anscheinend nicht zugetraut.
So stiefelten wir dann vollgepackt mit tollen Sachen die das Leben schöner machen zurück zum Bus (Meine Arme sind jetzt mindestens doppelt so lang wie vorher), der zum Glück gleich kam, es war nämlich immernoch ekelhaft kalt. Zu Hause gabs dann erstmal ein Notfallsandwich, um wieder zu Kräften zu kommen nach dem 3-stündigen Trip, bevor wir uns ans Kochen machten. Ich muss schon sagen, so ein Schwedisches Hühner-Gemüse-Curry ist schon was feines :-)
Eigentlich wollte ich ja Abends noch weggehen, aber anscheinend hat es Emma die Bazillenschleuder jetzt endlich geschafft, mich auch anzustecken, so dass mich meine beginnende Erkältung wieder davon abgehalten hat, mich in der Weltgeschichte rumzutreiben. Mist aber auch, aber ich geh dann lieber wieder wenn es etwas wärmer ist. Ist gesünder.
Meine Kameratasche ist übrigens doch wieder aufgetaucht, ich hab wohl nicht richtig geschaut.
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