Samstag, 5. Februar 2011

Tag 6 - Alte Autos und Party

Heute gab es für mich nach dem Russischkurs eine Museums-Sneak; Alex wollte mit einigen Anderen in ein Museum gehen, wusste aber nicht mehr in welches. Ich beschloss, dass ein bisschen Kultur nie schaden kann, und hab mich ihnen einfach angeschlossen.

Es stellte sich heraus, dass es sich um ein Retrocar-Museum handelte. Wir konnten also viele tolle alte Autos bewundern, manche aus der UdSSR, aber auch europäische und amerikanisch Wagen. Es war eigentlich ganz interessant, weil man in Deutschland ja eigentlich nicht so viele russische Automodelle kennt. Außerdem fand ich auffällig, dass ich die meisten Autos auf älter geschätzt habe, als sie tatsächlich waren. Das kann aber zum Teil auch daran liegen, dass einzelne Modelle 30 oder 40 Jahre lang gebaut wurden.






Danach mussten wir uns ein bisschen stärken und beschlossen dann, später noch in eine Bar zu gehen. Da es schon recht spät war, hätte es sich nicht mehr rentiert, nochmal nach Hause zu fahren (das sind ja bis zu 2 Stunden einfacher Weg), also war ich den ganzen Abend mit meiner riesigen Tasche unterwegs.

Also Russen im Ausgang (es ist jetzt auch ein Schweizer hier, also darf ich das sagen ^^) sind schon ein lustiges Völkchen. Sie sind auf eine angenehme Art kontaktfreudig und kommen glaube ich sehr schnell mitweinander ins Gespräch, vor Allem wenn es darum geht, Nicht-Russischsprachigen Jungs ein russisches Mädchen zu organisieren. Nur, um die Kultur besser kennenzulernen, versteht sich ;-)

Wie das hier in Moskau eigentlich immer so ist, ging die Zeit unglaublich schnell vorbei, so dass es plötzlich schon halb 5 war und wir bald sehr höflich zum Gehen aufgefordert wurden. Also nahmen wir die erste Metro und machten uns langsam auf den Weg nach Hause. Da wir den Bus leider verpasst hatten, mussten wir uns für das letzte Stück ein Taxi nehmen, wofür wir umgerechnet jeder einen Euro zahlten. An solche Preise könnte man sich tatsächlich gewöhnen. Gut, wir waren auch zu fünft im Taxi, aber das muss man ja nicht zu laut sagen. Sicherheitsgurte werden ja sowieso überbewertet.

Impressionen des Tages:

Eine ältere Frau, die im morgendlichen Berufsverkehr in der Metrostation Opernarien singt, und eine Plastiktüte vor sich aufhält, aber von keinem wirklich beachtet wird.

Wenn man einen anderen Metroausgang nimmt, sieht man plötzlich die Obdachlosen, die die Nacht auf der Treppe dort verbringen, weil es dort wärmer ist.

Frühs um halb sechs werden sie dann anscheinend aufgefordert, die Station zu verlassen.

Ein Denkmal für obdachlose Tiere in der Metrostation. Es stellt einen Hund dar, der in der Nähe dieser Station gelebt hat und von einer verrückten Frau getötet wurde. Tatsächlich sieht man in Moskau gerade an den Eingängen zur Metro viele herrenlose Hunde.

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