Mittwoch, 2. Februar 2011

Tag 4 - Kreml und Basilius-Kathedrale



So, heute stand ein Ausflug zum Kreml auf dem Programm. Wir hatten eine englischsprachige Führerin, die uns allerlei Spannendes erzählt hat. Wir wissen jetzt also, dass der Kreml die offizielle Residenz des russischen Präsidenten ist. Er arbeitet dort aber nur und wohnt auf dem Land. Dafür haben Lenin und Stalin hier gewohnt, nämlich genau hinter diesen Fenstern, und zwar Lenin oben und Stalin unten (oder auch andersrum ^^)


Innerhalb der Kreml-Mauern gibt es ca 5 Kirchen, für jeden Zaren-Anlass eine. Also z.B. eine für die Taufe, eine für Hochzeit und Krönung, und eine für Beerdigungen. Wir waren in der Krönungskirche (die hat zwar einen anderen Namen, an den kann ich mich aber leider nicht mehr erinnern). So eine orthodoxe Kirche ist schon toll, die Wände und Säulen sind von oben bis unten bemalt (Sogar in den Kuppeln sind Heilige abgebildet) und alles ist mit Gold verziert. Dann ist nach Richtung Osten der Altar, der aber hinter einer Wand aus Ikonen verborgen ist (nur die Priester dürfen zum Altar), auf der gegenüberliegenden Seite ist das Jüngste Gericht dargestellt. Diese Aufteilung ist anscheinend in allen orthodoxen Kirchen dieselbe. Leider durfte man dort keine Fotos machen.
Der Eingang der Kirche, die wir besucht haben

Die Krönungskirche von hinten


Danach ging es ins Kreml-Museum, wo Silberschätze, alte Gewänder von Zaren, alte Kutschen und viele tolle Ostereier ausgestellt sind. Es ist schon Wahnsinn, was die Handwerker damals herstellen konnten. Zum Beispiel hat jemand auf einer echten Pusteblume kleine Diamanten befestigt. Wenn man hinpustet, bewegen sie sich angeblich sogar, sie fliegen aber nicht weg. Oder ganz durchsichtige Eier aus Bergkristall mit spannender Füllung. Aber am Spannendsten fand ich eine Spieluhr von Katherina der Großen, in der anscheinend durch Licht und Spiegel der Eindruck erweckt wird, es würde ein Bach darin fließen. Und oben auf der Spieluhr sind drei Adlerweibchen, die ihre Küken füttern, und alle 5 Sekungen fällt eine Perle aus dem Schnabel der Mutter in den der Küken. Man muss die Uhr gar nicht laufen sehen, das klingt schon in der Beschreibung schön.

Mittags stärkten wir uns in einer Art Kantine im 3. Stock des Gum, wo es typisch russisches Essen mit Selbstbedienung gibt. So soll das Feeling der UdSSR-Verpflegung nachempfunden werden. Leider ist dieses Restaurant in einem riesigen Luxuskaufhaus, so dass das nicht richtig funktioniert.
Im Gum

Da wir schonmal in der Gegend waren, besuchten Alex und ich gleich noch die Basilius-Kathedrale. Dort erfuhren wir, dass die Basilius-Kathedrale eigentlich nur ein kleiner Teil des Gebäudes ist. Insgesamt besteht es aus neun Kirchen, die auf einem Fundament gebaut und durch verwinkelte Gänge miteinander verbunden sind. Dort waren wieder keine Bilder erlaubt, aber es ist mal ein ganz anderes Kirchenfeeling, wieder mit den vielen Bildern in Kombination mit den dunklen Gängen.

Und ich hatte Gelegenheit, die Eisskulpturen genauer zu betrachten. Die Leute kleben immer kleine Münzen an die Figuren, so dass manche jetzt echte Augen und einen vollen Geldbeutel haben.
Wir hatten dann auch Gelegenheit, unsere Orientierung zu testen, weil wir alleine wieder nach Hause finden mussten. Das war aber kein Problem, das ist beruhigend. *schulterklopf*





2 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

tolle bilder, sind total neidisch!! wie kalt ist es denn wirklich, besorg dir mal ein thermometer. hätten auch gern ein paar bilder von eurem wohnheim, zimmer, mitbewohner und so. und war der hintergrund voreingestellt?
lg Lisa und Renate

Anna hat gesagt…

Hi,
ok, ich werd bald mal Bilder von Allem und Allen machen. Von meinem Zimmer hab ich ja schon ein Bild gemacht (s. Tag 2), der Rest kommt noch.
Ich würde ja gerne behaupten, dass das Bild von mir ist, aber leider war es schon vor mir da.

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